Geschichte der Stadt Potsdam – Potsdam in der DDR (1945-1989)

Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof mit Churchill,Truman und Stalin.

Potsdamer Konferenz

Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof mit Churchill,Truman und Stalin.
Potsdamer Konferenz im Schloss Cecilienhof mit Churchill, Truman und Stalin.

Großbritannien,die USA sowie die Sowjetunion trafen sich im Schloss Cecilienhof zur Potsdamer Konferenz („potsdamer conference“). Im Mittelpunkt stand das „Deutschlandproblem“. Auf der Konferenz sollten die Grenzziehungen in Europa und die Reparationsleistungen, die Verwaltung des besetzten Deutschlands sowie der noch andauernde Pazifikkrieg besprochen werden. Im sogenannten Potsdamer Abkommen wird die Demokratisierung, Entmilitarisierung, Entnazifizierung, Dekartellisierung und Dezentralisierung Deutschlands festgelegt.

Potsdam unter Führung der SED

Potsdam wurde 1952 zur Bezirksstadt. Unter der Führung der SED sollte ein Neuaufbau geschehen und ein schöneres Potsdam entstehen. Leider sollte das verhaßte preußische Stadtbild entfernt werden und somit wurden viele Häuser und Gebäude die im Bombenhagel untergegangen waren einfach gesprengt. Unter anderem auch das Stadtschloss und die Garnisionskirche. Dafür entstanden an diesen Stellen Plattenbauten sowie Hochhäuser nach sozialistischen Vorbild. Außerdem wurden viele Straßennamen geändert. Von der Residenzstadt zur Industrie und Forschungsstadt. Es entstanden zahlreiche Hochschulen u.a. die Pädagogische Hochschule Potsdam, heute Universität Potsdam sowie Fabriken.

Durch die zahlreichen Einrichtungen wuchs die Einwohnerzahl in den Jahren auf 130.000 an.

Wichtige Neubauten in Potsdam während der DDR:

Rechenzentrum (1966/1973) Standort der Garnisionskirche, sowie das Interhotel (1966/1969) heute Hotel Mercure, beim Lustgarten.  Am Platz der Einheit wurden das Reisebüro (1969), der Sparkasse- und Apothekenbau sowie die Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek (1971/1974) heute Stadt- und Landesbibliothek gebaut. Außerdem wurden folgende Wohngebiete erbaut: Zentrum Ost (1972) ,Wohngebiet am Stern (1973) sowie Drewitz (1988), Wohnkomplex am Kiewitt (1966/1973). Wichtig zu erwähnen sind noch die Lange Brücke (1961) sowie der zweite Havelübergang (1978) die Humboldtbrücke, wie auch der Bahnhof Pirschheide sowie der einzige Kirchenneubau (1986) am Stern.

Es ist den Potsdamern selbst zu verdanken, dass nicht noch mehr kulturelles Gut und Kunstwerke zerstört wurden. Vieles wurde durch Bürgerinitiativen geschützt und durch Spenden restauriert.

Lesen Sie weiter: Potsdam Heute (nach 1989)