Geschichte der Stadt Potsdam – Höhepunkt der Bautätigkeit im 19. Jahrhundert (1840-1888)

Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, 1847

Entwicklung der Potsdamer Kulturlandschaft

Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, 1847
Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, 1847

Der kunstsinnige Friedrich Wilhelm IV. wurde 1840 König und durch ihn wurde die Potsdamer Kulturlandschaft weiter bereichert. Vorallem in der Friedenskirche werden die künstlerischen Vorstellungen des Königs sichtbar. Ausserdem schuf er mit den Architekten Persius und Stüler sowie dem Landschaftgärtner Lenné seine havelländischen Arkadien. Zu dieser Zeit entstanden die unzähligen italienischen Villen und Palazzi, jedoch auch ein Großteil der Gärten in Potsdam.
So gut er im Künstlerischen tätig war, so wenig hatte er für die Regierungsarbeit übrig. Er hielt lange zeit an seinem Gottesgnadentum fest und verhinderte durch seine konservative Art wichtige Reformen.

1830 sowie 1848 hielt auch in Potsdam die bürgerliche Revolution Einzug, vorallem im Weberdorf Nowawes angeführt durch Max Dortu, nachdem später eine Grundschule benannt wurde. Durch den großen Anteil an Beamten sowie Soldaten war die Revolution relativ ruhig in Potsdam. 1861 starb Friedrich Wilhelm IV. und wurde schon etwas früher, Aufgrund von Krankheit, von seinem Bruder Prinz Wilhem abgelöst. Dieser wurde 1871 Deutscher Kaiser und war im Gegensatz zu seinem Bruder eher militärischer Natur. Daher entstanden unter ihm auch wenige Potsdamer Bauwerke.

Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die Bürger die Regie beim Bauen und es entstanden u.a. die Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul (1867/1868), die Helmholtz-Schule (1878) und das Landgericht in der Hegelallee (1887/1888).

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