Geschichte der Stadt Potsdam – Potsdam nach 1918 (1918-1945)

Potsdam nach dem Ende der Hohenzollern

Potsdam verlor zwar mit dem Ende der Hohenzollern den Status der Residenzstadt, blieb ihr jedoch lange noch kaisertreu. Man wollte es lange nicht Akzeptieren und nannte die Stadt weiterhin Residenzstadt. Dies konnte man auch auf den Mülltonen noch lange lesen. Außerdem waren die neuen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold nicht sonderlich beliebt, am liebsten hätte man weiterhin Schwarz-Weiss-Rot gezeigt.

Aber nicht nur das war für die Potsdamer ein schwerer Schlag, auch die Wirtschaftskrise der 20er nahm die Einwohner mit. Die frühereren Adligen und Militärs machten nun den Großteil der Arbeitslosen aus. Das führte auch teilweise zu blutigen Unruhen zwischen Soziallisten und ehemaligen Kaiserlichen Truppen. Von Unruhen wie vergleichsweise in Berlin blieb Potsdam aber in den bewegten Zeiten verschont.

Tag von Potsdam


Reichspräsident von Hindenburg und Reichskanzler Adolf Hitler am Tage von Potsdam (21. März 1933)

Ein geschichtsträchtiges Datum ist der „Tag von Potsdam“ am 21.März 1933, wo sich Hitler in Garnisionkirche in Potsdam vor dem Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg unterwürfig verbeugt und anschließend die Hand gibt. Dies geschah anlässlich der Einweihung des neuen Reichstages.

Gebaut wurde natürlich auch, wenn auch vergleichsweise zu den Vorjahren wenig, in Potsdam. Neben dem Einsteinturm entstanden vor allem Wohnsiedlungen in der Stadtheide sowie anderen Beamtenwohnungen. Durch die Nazionalsozialisten wurde Potsdam wieder zur Garnisionsstadt und das Stadtbild wurde durch die Reichswehr und die SS geprägt. Außerdem wurde Nowawes unter dem neuen Namen Babelsberg sowie andere umliegende Dörfer eingemeindet.

Potsdam in Schutt und Asche

Potsdam blieb während des 2. Weltkrieges verschont, dies änderte sich aber zum Ende des Krieges. Am 14. April 1945 wurde Potsdam durch britische Bomber in Schutt und Asche gelegt. Tausende starben im Bombenhagel. Innerhalb von 20 Minuten wurde das Stadtschloss, die Garnisionskirche sowie das Große Militärweisenhaus und tausende schöne Häuser zerstört. Sanssouci mit all seinen Schlössern blieb, wie fast durch ein Wunder, verschont. Ein günstiger Wind verhinderte Schlimmeres. Dank der Sowjets, vorallem Oberstleutnant Ludschuweit, wurden weitere Zerstörungen durch die Einnahme verhindert.

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